Mannschaftsmeisterschaft 2025/26: Ausschreibung und aktueller Meldestand
Die Ausschreibung der 92. MTS-Mannschaftsmeisterschaften findet sich hier.
Zur Klasseneinteilung gibt es folgenden Stand (23.6.2025):
Legende:
gelber Hintergrund: der Verein hat die Anzahl seiner Mannschaften gemeldet
rot, durchgestrichen: Mannschaft scheidet aus
rot, nicht durchgestrichen: Absteiger
grün, durchgestrichen: Mannschaft verzichtet auf Aufstieg
grün, nicht durchgestrichen: Aufsteiger bzw. Nachrücker
SC Nied neuer König des Viererpokals
Am 6. Juni kam es zur Neuauflage des Viererpokal-Finales von 2023 zwischen den Mannschaften aus Flörsheim und Nied. Damals endete das packende Duell völlig ausgeglichen, und das Los entschied zugunsten von Flörsheim. Auch dieses Jahr traten beide Teams in starker Besetzung an – erneut war ein spannender Schlagabtausch zu erwarten.
An Brett 3 geriet Markus Lahr gegen Mario Rutsatz früh in Bedrängnis. Die Entblößung seines Königs ließ sich nicht mehr kompensieren – der Punkt ging verdient an Nied.
Am zweiten Brett trafen Alexander Stegmaier und Thomas Schlapp aufeinander. Während Stegmaiers Angriff am Königsflügel zu verpuffen drohte, konnte Schlapp seine Initiative am Damenflügel konsequent ausbauen und den zweiten Punkt für Nied sichern.
Nach gut drei Stunden führte SC Nied damit bereits 2:0. Flörsheim stand unter Zugzwang: Nur zwei Siege hätten noch eine Entscheidung durch das Los ermöglicht.
An Brett 4 sah es zwischen Cesar Vega Lopez und Sven Perlitz zunächst unklar aus – Vega Lopez verwandelte seinen a-Bauern in eine zweite Dame. Doch Perlitz' durchschlagender Königsangriff ließ keine Gegenwehr mehr zu – die Partie endete mit dem vorentscheidenden 3:0.
Am Spitzenbrett konnte Oliver Uwira in einer Partie nach Nimzo-Indischer Eröffnung einen starken Angriff auf den gegnerischen König initiieren. Nach einem erzwungenen Generalabtausch sicherte er sich eine Mehrqualität. Im anschließenden Endspiel erkannte Wolfgang Ruppert seine aussichtslose Lage an und gab auf.
Mit einem klaren 4:0-Erfolg krönt sich der SC 1961 „König“ Nied damit zum neuen Sieger des Viererpokals im Bezirk – herzlichen Glückwunsch!

v.l.n.r.: Sven Perlitz, Mario Rutsatz, Oliver Uwira, Thomas Schlapp
Auslosung des Hessenpokals mit MTS-Beteiligung:
- Sfr. Kelkheim – SK Gründau
- SC Bergen-Enkheim 1922 – SV 1920 Hofheim
- SV 1929 Raunheim – SK Fallender König Babenhausen
- SC Bad Soden – SK Bad Homburg
- SC Hattersheim – SK 1980 Gernsheim
- Freilos: SC 1961 „König“ Nied
Spieltermin: 29. Juni
Schummeln im Schach – Ergebnisse einer Studie der Uni Mainz
2024 führten die Mainzer Wissenschaftler Kim Schu und Dr. Nils Haller eine Umfrage unter Vereinsschachspielern durch mit dem Ziel, Aussagen zum Ausmaß von Betrug und kognitivem Doping im Schachsport zu treffen.
Insgesamt nahmen 1924 Teilnehmer an der Befragung teil. Zum Ergebnis:
Im OTB (Over the board) –Bereich gaben 7,1% der Spiele an, innerhalb eines 12-Monats-Zeitraumes wenigstens einmal betrogen zu haben. Im Online-Schach lag der Wert bei 6,1 Prozent.
Dies ist auf dem ersten Blick verwunderlich, geht man doch davon aus, dass online mehr betrogen wird als beim Spiel am Brett.
Um das Ergebnis zu erklären und einzuordnen, muss man sich klar machen, was alles unter „Cheating“ fällt.
Cheating bedeutet
a) die absichtliche Verwendung elektronischer Geräte (Art. 11.3.2) oder anderer Informationsquellen oder Ratschläge (Art. 11.3.1) während einer Partie; oder
b) die Manipulation von Schachwettkämpfen
Was heißt Manipulation von Schachwettkämpfen?
Ein Wesensmerkmal eines Schachwettkampfes ist, dass sein Ausgang unvorhersehbar ist. Vorsätzliche Absprachen, Handlungen oder Unterlassungen, die auf eine unzulässige Veränderung des Ergebnisses oder des Verlaufs abzielen, um diesen unvorhersehbaren Charakter ganz oder teilweise zu beseitigen, stellen Manipulationen eines Schachwettkampfes dar.
Schachwettkampf: umfasst die Partien, Wettkämpfe, Auslosungen, Schiedsrichterernennungen,… eines Turniers
Beispiele:
- Ergebnismanipulation
- Sandbagging (absichtliches Spielen unter dem eigenen Können, um die eigene Wertung zu senken und bei einem zukünftigen Turnier mit einer schlechteren Wertungszahl und damit besseren Gewinnchancen anzutreten)
- Ergebnisabsprache
- Rating-Betrug
- Spielen mit einer falschen Identität
- absichtliche Teilnahme an fiktiven Turnieren oder Partien
Betrugsversuche werden als Betrug gewertet.
Das Mitführen eines Handys ist ein Regelverstoß, der i. d. R. zum Partieverlust führt. Um Cheating handelt es sich dabei aber nicht.
Die Befragung ergab, dass 4,3% der OTB-Spieler an einer Ergebnisabsprache beteiligt waren. Dies war also in dem Bereich die häufigste Betrugsart. Die Studie macht noch einmal deutlich, dass Ergebnisabsprachen (z. B. vor dem Mannschaftskampf) Betrug darstellen und hart zu bestrafen sind.
Hier geht es zur Originalstudie
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